Wer war’s? (Folge 1)

Januar 14, 2007 § Ein Kommentar

Zu Lebzeiten war der gesuchte Schriftsteller, Dichter und Maler zwar populär, vor allem bei jungen Leuten, wurde aber nicht als seriöser Schriftsteller gesehen. Erst später wurde er in den Kanon aufgenommen. Er stammt aus den eher ärmlichen Verhältnissen: seine Eltern waren Einwanderer aus dem Nachbarland. Bis er sechs Jahre alt war, konnte er die Sprache des Landes, in dem er lebte, nicht sprechen.

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Triptychon (Selbstporträt)

Januar 11, 2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Es dunkelt. Ein Januarnachmittag in Berlin. Da draußen, etwa dreieinhalb Kilometer von hier, in einem Wohnhaus in Kreuzberg, sitzt eine junge Frau am Schreibtisch. Ich sehe sie im Geiste vor mir, ihr helles Gesicht angestrahlt vom Schein der Schreibtischlampe. Der bläuliche Schein ihres Notebook-Displays spiegelt sich in ihren Brillengläsern. Sie hat die dunklen Haare zum Pferdeschwanz gebunden und schaut konzentriert auf den Bildschirm. Ihre Fingerspitzen tippen Sätze; das leise, spitze Klackern der Tasten ist unregelmäßig zu hören. Eine sehr schnelle Folge kurzer Morsezeichen: Punkt – Punkt – Punkt – Punkt – Punkt – Punkt. Pause. Dann weiter. Q-W-E-R-T-Z. Parkett eines rasanten Tanzes. In ihrem Kopf formt sie Sätze, zwischen Neuronen rasen Botenstoffe hin und her, Muskeln spannen und entspannen sich: ihre kühlen, schlanken Finger schreiben einen Text. Elektronen rasen, LCD-Einheiten leuchten: Schrift erscheint. Die junge Frau trägt einen ausgewaschenen hellgrauen Pullover, unter dem Tisch stecken ihre Füße in dicken Kunstfell-Hausschuhen. Am Schreibtisch friert sie leicht. Ab und zu nimmt sie einen Schluck Tee aus einer Tasse, die neben ihr, neben Aufzeichungen und Büchern, auf dem Schreibtisch steht.

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Abgeschabt

Januar 11, 2007 § Hinterlasse einen Kommentar

„What else than a natural and mighty palimpsest is the human brain? Such a palimpsest is my brain; such a palimpsest, O reader! is yours. Everlasting layers of ideas, images, feelings, have fallen upon your brain softly as light. Each succession has seemed to bury all that went before. And yet in reality not one has been extinguished.“

Thomas De Quincey, Suspiria de Profundis, 1845

via: Kunst-Blog

Wo bin ich?

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