„I AM WHAT I AM“

Juni 12, 2015 § Ein Kommentar

»ICH BIN WAS ICH BIN.«  Mein Körper gehört mir. Ich bin ich, du bist du, und es geht schlecht. Massen-Personalisierung. Individualisierung aller Bedingungen – des Lebens der Arbeit, des Unglücks. Diffuse Schizophrenie. Schleichende Depression. Atomisierung in feine paranoide Teilchen. (…)

»I AM WHAT I AM.« Niemals hat Herrschaft eine über jeden Verdacht erhabenere Lösung gefunden. Die Erhaltung des Ichs in einem Zustand des permanenten Halbverfalls, in einem chronischen Halbversagen, ist das am besten gehütete Geheimnis der aktuellen Ordnung der Dinge. Das schwache, deprimierte, selbstkritische, virtuelle Ich ist wesensmäßig das unendlich anpassungsfähige Subjekt, das von einer Produktion erfordert wird, die sich auf Innovation, beschleunigten Verfall der Technologien, beständige Umwälzung der gesellschaftlichen Normen, verallgemeinerte Flexibilität begründet. Es ist gleichzeitig der gefräßigste Konsument und, paradoxerweise, das produktivste Ich, das sich am kraftvollsten und gierigsten auf das geringste Projekt stürzt, um später zu seinem ursprünglichen Larvenzustand zurückzukehren.

Das Unsichtbare Komitee, Der kommende Aufstand. (2011)

Selbstzweifel

Mai 17, 2008 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Dichter als komischer Vogel, Stimmenimitator, Papagei. Wünscht sich, kein Risiko einzugehen und ein möglicherweise taubes Ei unauffällig zu bebrüten. Hat das Fliegen darüber vollkommen vergessen.

Wo bin ich?

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